Heute sind Wahlen in Bayern!
Heute finden in Bayern die Landtagswahlen statt. Nach jahrelanger Alleinherrschaft einer einzelnen Partei scheint nun wieder alles möglich. Ich möchte alle Leser meines Blogs dazu aufrufen, heute zur Wahl zu gehen und dieses wichtigste demokratische Recht wahrzunehmen, denn nur so kann die Demokratie in der heutigen Form funktionieren!
Bei der Entscheidung für eine Partei oder einen Kandidaten möchte ich aber alle darum bitten, zwei Sachen möglichst zu vermeiden oder sich wenigstens Gedanken darüber zu machen:
1.”strategisch” oder “Wechsel” wählen:
Vielen Wählern geht es so, dass sie mit der momentanen Politik unzufrieden sind und daher einen “Wechsel” möchten. Darauf ist die Obama-Kampagne und auch die einiger Parteien zur Landtagswahl aufgebaut. Als Folge entscheidet man sich dann für die Partei, die es am ehesten schaffen kann, die aktuell Regierende abzulösen. Damit erreicht man in ein paar Fällen das Ziel des “Wechsels”, hat aber eine Partei gewählt, deren Programm man nicht wirklich vertritt und ein wirklicher Wechsel in der Politik ist damit auch nicht garantiert. Viele Parteien und Meinungsforscher setzen jetzt darauf darauf hinzuweisen, wie wichtig es ist, sie zu wählen, um die CSU aus der Regierung zu kriegen. Tatsächlich üben diese Prognosen aber einen Druck auf die Wähler aus, der sie in ihrer freien Entscheidung beeinträchtigt und damit am Ende die Wahlergebnisse verfälscht. Deshalb halte ich es für wichtig, dass jeder Wähler exakt die Partei wählt, die er befürwortet und sich dabei nicht von Wahlprognosen beeinflussen lässt. Konsequent von einem Großteil der Wähler durchgezogen, würde es die Chancen der kleinen Parteien drastisch verringern und langfristig zu einem 2-Parteien-System führen, was denkbar undemokratisch wäre. Wenn die Parteien durch den Wählerwillen gezwungen werden, ein Koalition aus mehreren kleineren Parteien zu bilden, ist das vielleicht nicht die einfachste Situation, aber definitiv demokratischer, als zwei Parteien, die sich regelmäßig gegenseitig in der Regierung ablösen.
2.Aus Gewohnheit eine Partei wählen:
Manche werden vermuten, dass wäre jetzt auf die CSU gemünzt, aber tatsächlich meine ich damit alle Parteien. Man sollte auf keinen Fall aus Gewohnheit oder Gruppendynamik (“die ganze Nachbarschaft wählt doch Partei X!”) dazu bringen lassen, eine Partei zu wählen, ohne sich genauer mit ihr zu befassen. Jeder Wähler sollte sich vor der Wahl mit der Partei auseinandersetzen, die er wählen möchte, denn nur so kann er eine informierte Entscheidung treffen. Und da ist auch jetzt noch Zeit, sich übers Internet zu informieren!
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