JAP setzt Vorratsdatenspeicherung bei einzelnen Mixen um
Im Gegensatz zur GPF ist die Bundesnetzagentur der Auffassung, das Anonymisierungsdienste sehr wohl von der Pflicht zur Vorratsdatenspeicherung erfasst werden. Die TU Dresden, die Uni Regensburg und das ULD werden dementsprechend bei ihren JAP-Mixen die Vorratsdatenspeicherung folgendermaßen umsetzen:
1.Der erste Mix speichert die IP-Adresse, das Datum und die Uhrzeit der eingehenden Verbindung sowie für jede Verbindung die ausgehende Kanalnummer, auf der die Daten an den zweiten Mix weitergegeben werden.
2.Mittlere Mixe speichern eingehende und ausgehende Kanalnummern der Verbindungen sowie das Datum und die Uhrzeit des jeweiligen Kanalaufbaus.
3.Letzte Mixe speichern die eingehende Kanalnummer einer Verbindung, das Datum und die Uhrzeit des Kanalauf- und Abbaus, die Quellportnummer des ausgehenden Requests sowie dessen Datum und Uhrzeit.
Damit fallen zukünftig auch zumindest Benutzer dieser Kaskaden unter die Vorratsdatenspeicherung und ihre Anonymität kann aufgedeckt werden, so denn die Betreiber aller 3 Mixe ihre Informationen preisgeben. Betroffen von der Vorratsdatenspeicherung sind zukünftig folgende Mixe, die Teil kostenloser Kaskaden sind:
beide Mixe der Kaskade Dresden-Dresden,
letzter Mix der Kaskade Forseti II.-JAP,
letzter Mix der Kaskade SpeedPartner-ULD,
beide Mixe der Kaskade CookieCooker
Die kostenpflichtigen Kaskaden, die von Partnern der JonDos GmbH betrieben werden, werden nach aktuellem Stand keine Vorratsdatenspeicherung durchführen.
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mm:
Das ist doch total krank, kostenlose Mixe müssen speichern, kostenpflichtige nicht. Für mich sind Provider die Firmen, die geld für ihre Leistungen verlangen…
1. Januar 2009, 03:24Helmut:
Das hat nichts damit zu tun, dass kostenpflichtige nicht speichern müssten. Nach Meinung der Bundesnetzagentur müssen alle speichern. Nach Meinung einer angesehenen internationalen Anwaltskanzlei müssen alle nicht speichern.
Es ist jetzt nur so, dass sich die Hauptbetreiber der kostenlosen Mixe dazu entschlossen haben, zu speichern, während der Vetragspartner der kostenpflichtigen Dienste sich bisher dagegen wehrt und auch zukünftig nicht speichern lassen will.
1. Januar 2009, 13:09