Industrie geht weiter gegen Bittorrent-Webseiten vor

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Nachdem die Filmindustrie kürzlich mittels einer einstweiligen Verfügung gegen einen deutschen erreicht hat, dass die weltbekannte Torrent-Suchmaschine The Pirate Bay für kurze Zeit offline war, scheint diese Ihren Kampf gegen Bittorrent-Webseiten und -Tracker weiter fortzuführen.

Nach Informationen des Szeneblogs Torrentfreak, die direkt von der Hollywood-Anwältin Monique Wadsted stammen sollen, hat die Industrie 3 gerichtliche Verfügungen gegen Bittorrent-Webseites erreicht.

Mit der ersten wir Fredrik Neij und Gottfrid Svartholm Warg verboten, sich am Betrieb von The Pirate Bay zu beteiligen, unter Umständen bezieht sich diese Verfügung auch auf jegliche ähnlichen Webseiten. Die zweite Verfügung richtet sich gegen den Provider Black Internet, dem es damit verboten wird, The Pirate Bay ans Netz anzubinden. Die dritte Verfügung richtet sich schließlich nicht gegen die Piratenbuch selber, sondern gegen den Provider Portland, dem es verboten wurde, den möglicherweise verwandten Tracker OpenBittorrent ans Netz anzubinden.

Nachdem The Pirate Bay den eigenen Tracker offiziell abgeschaltet hat, waren OpenBittorrent und PublicBT gern genutzte Alternativtracker und wurden unter anderem in die Torrents auf The Pirate Bay eingebunden, was die Vermutung nahelegte, dass die Betreiber des ehemals größten Trackers mit diesen beiden neuen Trackern in Verbindung stehen. Dass OpenBittorrent momentan nicht erreichbar ist, scheint zumindest die dritte Verfügung zu bestätigen. Nach den Informationen von Torrentfreak sind die Betreiber jedoch bereits auf der Suche nach einem neuen Provider und wollen den Tracker bald wieder ans Netz bringen.

Die Tatsache, dass die zahlreichen verfügbaren Torrents zumeist mehrere Tracker enthalten und zum größten Teil auch trackerlos über Technologien wie DHT funktionieren und auch der Ausfall eines großen Trackers nicht zum Ausfall anderer durch Überlastung führte (wie das vor einiger Zeit prophezeit wurde), sollte den Musik- und Filmstudios allerdings in ihrem Kampf gegen die Windmühlen zu denken geben. Trotz allem wird die juristische Luft für Betreiber von Bittorrent-Webseiten merklich dünner.

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