flattr zum zweiten

Seit meinem ersten Artikel über den Dienst flattr hat sich dieser vor allem im deutschsprachigen Web weit verbreitet, wird mittlerweile auch abseits von Blogs beispielsweise bei der TAZ eingesetzt und musste auch schon seinen ersten DDos verkraften.
Ich hatte auch aufgrund der bereits geäußerten Vorbehalte vorerst darauf verzichtet, flattr aktiv einzusetzen, möchte nun aber zumindest einen Versuchsballon starten. Zwei Dinge waren dabei für mich zunächst ausschlaggebend: Der Anfangs vorhandene Paypal-Zwang wurde in der Form aufgehoben und mit Moneybookers ein zweiter Zahlungsanbieter hinzugefügt. Das ist zwar von der Idealsituation einer direkten Einzahlung noch weit entfernt, ermöglicht aber immerhin auch ohne Paypal-Account eine Einzahlung.
Meine Ausgangssituation ist somit eine Einzahlung über 20€ über Moneybookers. Davon bleiben nach Abzug aller Gebühren noch 19,30€ auf dem flatter-Account übrig, von denen ich vorerst 2€ im Monat als flattr-Betrag festlege. Davon werden im ersten Monat (der ja schon ein paar Tage alt ist, deswegen fällt der Betrag etwa um ein Drittel niedriger aus) 1,41€ ausgeschüttet. Nun bleibt also auf der finanziellen Seite nur noch, interessante “Dinge” zu finden, bei denen ich den Button anklicken und den Autoren damit einen Anteil dieses Betrags zukommen lassen kann.
Die zweite Frage war für mich die technische Einbindung. Zwar bietet flatter diverse Plugins für verschiedene Systeme, jedoch besteht deren Funktion im wesentlichen darin, einen Javascript-Code einzubinden, der das Anzeigen des Buttons und das Übermitteln von Artikeln an flattr automatisiert. Diese Möglichkeit war für mich keine Alternative, da dies meinen Datenschutzvorstellungen widerspricht und flattr alle Aufrufe meines Blogs offenbaren würde. Außerdem möchte ich die Besucher meiner Webseiten ungern mit unnötigen Javascript nerven.
Meine Lösung besteht also vorerst darin, das manuelle Übermitteln zu verwenden und den Link dann mit einer lokal gehosteten Version des Buttons einzubinden. Das ist zwar relativ umständlich, bis flattr eine extern nutzbare API anbietet jedoch für mich die beste Variante.
Das Ganze ist für mich wie gesagt erstmal eine Experiment um zu sehen, inwiefern neue Vergütungsmodelle wie flattr eine Chance haben und in der Praxis überhaupt funktionieren. Ich bin nach wie vor skeptisch was die zunächst recht hoch scheinenden Gebühren angeht, werde da jedoch auf jeden Fall ausprobieren, bis das Startguthaben aufgebraucht ist. Falls Jemand noch eine Einladung für flattr braucht, kann er gerne hier einen Kommentar hinterlassen Momentan sind noch zwei verfügbar.
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David:
Flattr hat mitlerweile eine API.
7. Juli 2010, 01:31