Archive for the ‘Gaming’ Category.

Piraten-Gamingportal Pirate Gaming startet

Pünktlich zum Start der gamescom in Köln ist heute das Piraten-Gamingportal Pirate Gaming gestartet. Ziel des Portals ist es, Informationen und Berichte rund ums Gaming, aus der Spielebranche, Politik und von Großveranstaltungen wie der gamescom anzubieten.

Das Portal ist ein Projekt einer Arbeitsgruppe der jungen Piraten (Hinweis: Ich bin momentan stellvertretender Vorsitzender dieser Organisation) und will sich auch in die politische Debatte rund um gewalthaltige Spiele einbringen und Informationen für Jugendliche und Eltern anzubieten.

Natürlich soll auch das Gaming an sich nicht zu kurz kommen. Bis jetzt gibt es ein Forum zum Austausch untereinander und 4 Server, allerdings nur für das nicht jugendfreie Spiel Left4Dead.

Bereits jetzt sind erste Berichte von der GDC Europe online. Weitere über die gamescom werden wahrscheinlich in Kürze folgen.

Gerade im Fernsehen

Naja, eigentlich schon um 19:00 Uhr, aber ich habe den Podcast eben erst angeschaut. Zitat aus “heute” aus dem ZDF:

…ein Verbot von Killerspielen für Computer, die das Ziel haben, möglichst viele Menschen zu umzubringen.

Wundert sich bei einer solchen Berichterstattung noch irgendjemand über die Reaktionen?

Kommentar zur Debatte nach dem Amoklauf von Winnenden

Die Ereignisse des gestrigen Tages in Winnenden haben bei vielen Menschen Fassungslosigkeit und Bestürzung ausgelöst. Es ist auch in jeglicher Hinsicht schwer zu begreifen und zu verarbeiten, dass ein Mensch aus dem heiteren Himmel heraus eine zweistellige Anzahl anderer Menschen kaltblütig tötet und sich dann noch auf der Flucht weitere Menschen tötet, bis er letztendlich von der Polizei gestoppt wurde.

Solche tragischen Ereignisse fordern eigentlich eine eingehende Suche nach den Ursachen, um daraus Konsequenzen ziehen zu können und künftige ähnliche Ereignisse verhindern zu können. Trotzdem war der Schuldige gestern schnell ausgemacht, obwohl längst nicht alle Fakten bekannt waren. Ein Jugendlicher, der ins Mikrofon eines Fernsehsenders sagt: “Er saß den ganzen Tag vor dem Computer und hat Killerspiele gespielt” und die Aussage der Polizei, auf dem beschlagnahmten Rechner wäre der Egoshooter Counterstrike gefunden worden. Schuld sollen also mal wieder Computerspiele gewesen sein.
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Unknown Horizons in neuer Alpha-Version veröffentlicht

Das Projekt OpenAnno wurde schon vor mehreren Jahren mit dem Ziel gestartet, ein freies Spiel im Stil des Aufbauklassikers Anno 1602 zu schaffen. Mittlerweile hat das Spiel eine wechselvolle Geschichte hinter sich und hat auch unter anderem die Engine und den Namen gewechselt.

Gestern wurde nun eine aktuelle Betaversion des mittlerweile aus Gründen der Vermeidung Verwechslungen in “Unknown Horizons” umbenannten Aufbauspiels veröffentlicht, die ich mir genauer angeschaut habe.

Auf der Webseite findet man aktuell Installationspakete für Windows und GNU/Linux in den gängigsten Architekturen zum Download. Für Debian und Ubuntu-Nutzer steht dort außerdem ein Repository zur bequemen Installation über den Paketmanager zur Verfügung.

Beispiel für eine kleine Siedlung, wie sie mit der momentanen Version von Unknown Horizons möglich ist.

Beispiel für eine kleine Siedlung, wie sie mit der momentanen Version von Unknown Horizons möglich ist.

Beim ersten Spielen zeigt sich gleich, dass die 2D-Grafik sehr liebevoll gestaltet ist und sich hinter vergleichbaren freien Spielen nicht verstecken muss. Man beginnt mit zwei Schiffen, von denen eines mit einer Grundausstattung an Rohstoffen beladen ist. Genretypisch muss der Spieler nun erstmal eine Insel aussuchen und dort eine Siedlung gründen. Die einzelnen Gebäude werden wie auch im Vorbild durch Straßen verbunden, was ein geschäftiges Gewusel ergibt. An Gebäuden stehen in dieser Entwicklungsstufe hauptsächlich Zelte zu Verfügung. Neben normalen Wohnzelten für die Einwohner gibt es einen Dorfplatz, Lager-, Jäger-, Schäfer-, Weber- und Holzfällerzelte. Weitere Gebäude und Berufe sind wohl geplant, jedoch noch nicht ins Spiel integriert. Immerhin kann man so eine nette kleine Siedlung aufbauen und sich schon mal einen Eindruck davon verschaffen, wie das Spiel aussehen könnte, wenn es das Zeltstadium hinter sich gelassen hat und man eine größere Stadt aufbauen kann.

Auch wenn das Spiel in meinem Test sehr stabil lief, ist selbstverständlich noch mit größeren oder kleineren Bugs zu rechnen. Wegen des frühen Stadiums der Entwicklung und fehlenden Funktionen wie das Speichern, Laden und den Multiplayer-Modus scheint das Spiel momentan noch eher für Enthusiasten und Entwickler geeignet zu sein, als für Endbenutzer, hat jedoch aus meiner Sicht eindeutig großes Potential.

Premiere verkündet Aus für GIGA

Seit seinem Sendestart im Jahr 1998 und der Ausgliederung in einen eigenen Sender im Jahr 2004 hat sich der Sender GIGA als einziger umfassender Technik- und Gamingsender in Deutschland etabliert. Dabei glänzte der Sender fast immer mit Angeboten auf dem Stand der Technik wie einem Livestream und der Interaktivität durch die Einbindung der Zuschauer über die Webseite. Da der momentane Eigentümer, der Bezahlsender Premiere, sich auf seine Kernkompetenzen konzentrieren möchte, soll der Sender nun aber Ende März eingestellt werden. Alle Mitarbeiter haben bereits ihre Kündigung erhalten und es werden keine neuen Inhalte mehr produziert.

GIGA hat dabei eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Als Programmfenster auf NBC gestartet, in einen eigenen Sender ausgelagert, übernommen von Turtle Entertainment (wobei im Zuge dessen die GIGA Liga geschlossen wurde und mehrere Moderatoren zu MTV wechselten) und letztendlich bei Premiere gelandet.

Das Aus für den Sender wurde parallel zur Pressemeldung vom Geschäftsführer des Senders in seinem Blog bekannt gegeben. Nun soll zumindest versucht werden, die Webseite über neue Investoren am Leben zu erhalten, auch wenn Premiere diese ebenfalls im Mai abschalten möchte.

Kommentar: Auch wenn ich mich mit dem neuen Sendekonzept von GIGA nie anfreuden konnte und es schade fand, dass die Liga damals einfach geschlossen wurde, geht mit GIGA aus meiner Sicht ein wichtiges Stück deutscher Fernsehlandschaft verloren. Auch wenn die Präsentation der Sendungen und vor allem die Witze der Moderatoren nicht immer sehr erwachsen wirkten, ist es doch der einzige Sender, der sich um aktuelle technische Entwicklungen und Gaming konsequent gekümmert hat und dabei zumindest ein Mindestmaß an Kompetenz mitbrachte. Das Aus kommt sicherlich auch für viele andere jetzt sehr überraschend. Man hätte doch angenommen, dass eine solche Entscheidung nicht aus heiterem Himmel kommt, sondern, dass vorher versucht wird, den Sender zu verkaufen oder profitabler zu machen. Dass GIGA nun scheinbar ein weiteres Opfer der Finanzkrise geworden ist, wird die vielen treuen Fans des Senders wohl kaum trösten.

(via heise)

Links des Tages #9

OpenArena 0.8.1 veröffentlicht [UPDATE]

Gestern wurde die Version 0.8.1 des freien Quake3-Clons OpenArena veröffentlicht. Neu in dem Release ist unter anderem eine neu gestaltete Singleplayer-Kampagne, neue Sounds und 3 neue Maps. Entfernt wurden die umstrittenen Texturen und eine Map, die darauf basierte.

Das Release steht auf der Webseite zum Download bereit. Ein Download des neuen Releases über Bittorrent ist im Moment noch nicht möglich.

Update: Inoffizielle Torrents gibt es schon und zwar auf ThePirateBay und Mininova.

PlayOnLinux: Nützliches Helferlein im Zockeralltag

GNU/Linux-Zocker kennen das Problem. Mit Wine lassen sich viele Windows-Spiele auch auf dem eigenen Betriebssystem zum Laufen bringen, es erfordert jedoch häufig einiges an Gebastel, bis das letztendlich funktioniert.

Seit einiger Zeit gibt es verschiedene freie und kommerzielle Lösungen für dieses Problem, etwa die Wine-Installer von liflg.org oder die kommerziellen Produkte Cedega und Crossover Games.

Diese Produkte basieren alle auf Wine, liefern jedoch vorgefertigte Profile für die einzelnen Spiele mit, mit denen die Spiele auf Anhieb funktionieren sollen. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt jetzt das sich in einer frühen Entwicklungsphase befindliche Projekt Playonlinux. Es unterstützt bereits jetzt zahlreiche Spiele, darunter populäre wie Guild Wars, verschiedene Steam-basierte, Warcraft 3 und World of Warcraft. Die Installationsskripte lassen sich dabei jeweils über ein Online-Repository aktualisieren, worüber auch Unterstützung für neue Spiele dazukommen können.

Ich habe das Programm bereits mit Diablo 2 ausprobiert und das hat einwandfrei funktioniert. (Mit dem reinen Wine ging es nicht) Natürlich unterstützt das Programm nicht nur Spiele, sondern auch Anwendungsprogramme wie Googles Chrome und den Internet Explorer.

Openarena 0.8.0 Release zurückgezogen

Das Openarena Release 0.8.0 wurde kürzlich zurückgezogen und die Downloadlinks von der Webseite entfernt. Grund dafür ist die Nutzung nicht GPL-kompatibler Texturen.

Ein Mapper, der unter anderem zwei Maps und einige Texturen zu OpenArena beitrug verwendet scheinbar Texturen, die auf den Texturen von cgtextures.com basierten, diese Seite verbietet durch ihre eigene Lizenz implizit die Verwendung der Texturen oder davon abgeleiteter Werke unter freien Lizenzen. Der Entwickler berief sich jedoch darauf, vom Betreiber der Seite eine Sondergenehmigung für die Veröffentlichung seiner abgeleiteten Texturen unter der GPL erhalten zu haben, was nach Aussage Anderer nichts ungewöhnliches wäre.

Der Betreiber von cgtextures wiederum verbietet die Verwendung unter GPL aber nochmals ausdrücklich. Da nach wie vor unklar ist, ob es tatsächlich eine Sondergenehmigung gibt und ob das dann mit der GPl vereinbar wäre, wurde das aktuelle Release zurückgezogen. In Kürze soll es eine bereinigte Version 0.8.1 geben.

Wer Englisch spricht, kann sich in verschiedenen Foren ein eigenes Bild von der Kontroverse machen.

PC Games Aktion zur Landtagswahl: “Ich wähle keine Spielekiller!”

Passend zur Landtagswahl in Bayern am Ende dieses Monats hat die Zeitschrift PC Games eine Aktion gegen die CSU mit dem Titel “Ich wähle keine Spielekiller!” gestartet. Nach den ständig andauernden Verbotsforderungen für “Killerspiele” möchte die Zeitschrift nun die Politiker auf den Standpunkt der Gamer aufmerksam machen, vor allem auch vor dem Hintergrund, dass diese in vielen Fällen mittlerweile wahlberechtigt sind.

Interessierte Gamer werden dazu aufgerufen einen Musterbrief auszudrucken und auf irgendeinem Weg an Abgeordnete, Amtsträger und Kandidaten der CSU zu schicken. Im Brief wird im wesentlichen der Standpunkt der Gamer dargelegt und darauf hingewiesen, dass man die CDU aufgrund der inakzeptablen Spielepolitik bei den Landtagswahlen nicht unterstützen wird.

Die Redaktion weist ausdrücklich darauf hin, dass man die Briefe, Emails oder Faxe mit seinem eigenen Namen unterschreiben soll und die Aktion bitte nicht zum Versenden von massenhaften Spam missbrauchen soll.

Banner zur Aktion "Ich wähle keine Killerspieler!"

Banner zur Aktion Mit freundlicher Genehmigung der Redaktion. (Keine CC-Lizensierung, alle Rechte vorbehalten!)

Bleibt abzuwarten, ob die Gamer tatsächlich in nennenswertem Umfang Druck auf die CSU ausüben können. Wünschenswert wäre es, zumal die CSU dank Rauchverbot eh schon um die absolute Mehrheit fürchten muss. (Bayerntrojaner und Versammlungsgesetz scheinen die Durchschnittswähler leider weniger zu interessieren.)

(via gulli.com)