Posts tagged ‘Apple’

5 Möglichkeiten zur Nutzung der HTML5-Elemente

Die Einbettung von Video- und Audioelementen in Webseiten wurde und wird seit langer Zeit von Adobes proprietärer Flash-Technologie dominiert, die sich unter verschiedenen Einzellösungen der verschiedenen Firmen letztendlich durch die weiter Verbreitung auf der Nutzerseite und der Nutzung auf populären Plattformen wie Youtube durchsetzte. Mittlerweile gibt es einen Arbeitsentwurf von HTML5, der video- und Audiotags zur Einbindung der entsprechenden Inhalte vorsieht und beispielsweise in den aktuellen Versionen von Mozilla Firefox, Google Chrome und Apples Safari bereits implementiert sind.

Möchte man diese Elemente nun benutzen, stößt man unweigerlich auf verschiedene Probleme, die sich nicht so einfach lösen lassen. Zunächst sieht der Entwurf keine Codecs als Standard vor. Die patentgebührfreien Codecs Vorbis und Theora standen zwar zunächst im Entwurf, wurden jedoch auf Betreiben von Nokia wieder gestrichen. Die Folge ist nun, dass jeder Browserhersteller einen anderen Weg gewählt hat, die Tags zu implementieren und dabei verschiedene Codecs verwendet werden. Mozilla hat sich beispielsweise entschlossen, nur die patentgebührenfreien Codecs der ogg-Familie zu unterstützen, Apple unterstützt standardmäßig nur das ohnehin schon durch Quicktime unterstützte h264 und Google hat Lizenzen für die patentierten Codecs gekauft und unterstützt über ffmpeg beides.
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Links des Tages #16

Das Online-Musikgeschäft verabschiedet sich von DRM

Lange Jahre hatten Nutzer, die Musik legal aus dem Internet herunterladen und bezahlen wollten das Problem, dass ihre gekauften Tracks per DRM an einen bestimmten Rechner gefesselt waren und sich somit nicht auf andere Rechner, mp3-Player oder Medien übertragen ließen. Die Ratschläge zur Umgehung dieses Dilemmas bewegten sich meist im Bereich von “Auf CD brennen und wieder auf die Festplatte rippen” oder das weniger legale “Besorg dir den Song halt nochmal als mp3 aus der Tauschbörse”.

Langsam scheinen nun die Labels einzusehen, dass sie mit diesem Konzept nur ihre Kundschaft vergraulen und diese zu einfacheren – wenn auch nicht unbedingt legalen – Quellen treiben. Schon seit geraumer Zeit setzt beispielsweise des “Internet-Buchhändler” Amazon.com in den USA und Großbritannien im eigenen Downloadshop mit dem Segen der Majors auf DRM-freie mp3s.

Im Rahmen der Macworld hat zunächst Apple angekündigt, im eigenen iTunes-Store ab April alle Songs ohne DRM anbieten zu wollen. Nun ist dieser Ankündigung auch der deutsche Online-Musikshop musicload gefolgt. Dort sollen zukünftig immerhin 95% aller Lieder als DRM-freie mp3s zur Verfügung stehen.

Im Falle Apples ist die Umstellung auch mit einer Änderung der Preispolitik verbunden. Hatte man sich bisher darauf festgelegt, dass ein Lied 99 Cent kosten darf, reicht die Preisspanne künftig von 69 Cent bis 1,29 Euro. Bei Musicload kosten die Lieder hingegen weiterhin 79 Cent bis 1,99 Euro.

Es bleibt abzuwarten, ob diese Änderung wirklich einen dauerhaften Ausstieg aus DRM im Online-Musikgeschäft bedeutet und ob das DRM nicht durch andere Maßnahmen wie etwa digitale Wasserzeichen ersetzt werden. Weiterhin wäre wünschenswert, dass die Shopbetreiber den Download zukünftig nicht nur über eine proprietäre Software, sondern auch direkt über den Webbrowser und damit auch für die Nutzer alternativer Betriebssysteme ermöglichen.

Obwohl mittlerweile offensichtlich ist, dass DRM in jeglicher Hinsicht unnötig kompliziert, teuer und geschäftsschädigend ist, ist jedoch zu erwarten, dass andere Branchen wie die Buchbranche oder die Filmindustrie diesen Weg dennoch weitergehen werden und uns das Thema damit weiterhin beschäftigen wird.

(via Futurezone und gulli)

Links des Tages #9

Defective by Design: 35-tägige Kampagne gegen DRM

Die Free Software Foundation engagiert sich im Rahmen ihrer Kampagne Defective by Design schon länger gegen DRM ein. Als eine Art Jahresabschluss will die FSF jetzt jeden Tag ein Produkt, eine Firma, einen Manager oder einen Politiker auswählen und im Rahmen eines Berichts an den Pranger stellen, um zum Boykott der jeweiligen Produkte aufzurufen.

Das erste “Opfer” der Kampagne mit dem Namen “35 Days against DRM” ist das MacBook von Apple, weil die Firma bei den neueren Modellen einen DRM-Chip eingebaut hat, der die Wiedergabe auf bestimmten Monitoren verhindert.

Die Kampagne nimmt weiterhin Vorschläge und Ideen entgegen, wobei jede für die Kampagne ausgewählte Idee mit einem FSF-T-Shirt und einem kostenlosen Albumdownload bei Magnatune prämiert wird.

Weiteres Programm im App-Store abgewiesen

Es ist weithin bekannt, dass Apple seinen App-Store für das IPhone relativ willkürlich handhabt und dort immer wieder Programme löscht, ohne, dass diese gegen Richtlinien verstoßen hätten. (wir erinnern uns an netshare) Nun wurde ein Programm namens “Podcaster” im App-Store abgewiesen, weil es ähnliche Funktionen wie die Desktop-Version von iTunes bietet.

Das Programm ermöglicht es, Podcasts direkt auf dem IPhone zu empfangen und herunterzuladen, während man dafür normalerweise auf die iTunes-Software zurückgreifen muss und einen PC benötigt, auf dem diese installiert wird.

Für den App-Store scheint also die ungeschriebene Regel zu gelten: “Tu, was du willst, aber versuche nicht, mit uns zu konkurrieren”. Ein fairer Wettbewerb sieht jedenfalls anders aus…

(via slashdot)

Apple behindert weiterhin Fremdapplikationen auf dem iPhone

Nachdem es im App-Store von Apple schon einige Aufregung um Netshare gab, geht die Behinderung von Fremdapplikationen auf dem iPhone weiter. Die Software Box Office etwa, die in für die USA Hinweise auf Kinos in der Nähe und die darin laufenden Filme gibt, wurde kommentarlos aus dem App-Store entfernt und kurz darauf wieder freigeschaltet, lässt sich aber für deutsche iPhones nicht herunterladen.

Mozilla wirft Apple sogar vor, eine Firefox-Version für das iPhone verhindert zu haben.

Aus meiner Sicht, sollte Apple, wenn es schon auf seinem DRM-System besteht, allen Entwicklern gleichermaßen einen diskriminierungsfreien Zugang ermöglichen. Momentan sieht es aber eher so aus, als wolle Apple die geschaffene Machtposition in vollem Umfang nutzen, damit nur Programme auf dem iPhone installiert werden können, die zur Firmenpolitik passen.

(via golem.de)

Netshare fliegt mal wieder aus dem App-Store

Der App-Store für das iPhone stand in den letzten tagen immer wieder in der Kritik. Zunächst schien Apple mit dem Ansturm der Anmeldungen nicht klarzukommen und bis neue Versionen freigeschaltet wurden dauerte es eine ganze Weile. Ständig stand aber vor allem die Kritik im Raum, dass man selber keine Software auf dem iPhone 3G installieren kann und Apple daher entscheiden kann, welche Software die Nutzer ihrer Hardware installieren dürfen.

Vor ein paar Tagen kam nun die Software Netshare heraus, die es ermöglichte über das iPhone mit dem PC ins Internet zu gehen. Was bei vielen mobilen Telefonen eine Standardfunktion darstellt, musste man beim iPhone manuell nachrüsten. Die Software wurde zunächst von Apple freigeschaltet und nach kurzer Zeit wieder entfernt. (Slashdot berichtete) Zwischendurch wurde die Software mehrmals wieder freigeschaltet und entfernt. Zuletzt wurde die Software nun wieder entfernt. Eine Begründung dafür gibt es bis jetzt nicht.

Viele Freunde dürfte sich Apple mit diesem Vorgehen nicht machen. Zusätzlich liefert die Firma ihren Nutzern ein weiteres Beispiel, warum man keine DRM-Geräte kaufen sollte, die den Nutzer schon von vornherein entmündigen.

(via golem.de)