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Opera 10.50 implementiert HTML5 video-Element

Pünktlich zum Jahreswechsel haben die Opera-Entwickler eine erste Vorschau auf die kommende Browserversion 10.50 für GNU/Linux und Windows veröffentlicht. Es handelt sich dabei um eine als Pre-Alpha gekennzeichnete sehr frühe Entwicklerversion, die noch nicht für den produktiven Einsatz gedacht ist, jedoch bereits einen Überblick über die neuen Funktionen der Version liefert.

Vor allem Gnome- und andere nicht-KDE-Nutzer wird die Tatsache freuen, dass Opera sich mit diesem Release von der Abhängigkeit zu Qt verabschiedet. Die bisher mit Qt umgesetzten Funktionen werden zukünftig über eine eigene Bibliothek realisiert, in der finalen Version sollen dann Qt oder GTK je nach Umgebung optional geladen werden, um eine bessere Integration in die Desktopumgebung zu ermöglichen. Bisher ist diese Funktion nur für GTK teilweise umgesetzt.

Die zweite größere Änderung ist die Wiedereinführung des video-Elements aus HTML5, das bereits in einer früheren experimentellen Opera-Version umgesetzt worden war. Hier haben sich die Entwickler für das gstreamer-Framework entschieden, so dass unter GNU/Linux alle Codecs abgespielt werden können, für die die entsprechenden gstreamer-Plugins installiert sind. Unter Windows wurde eine minimale gstreamer-Installation in den Browser integriert, die das Abspielen von ogg-Dateien mit den dort gängigen Codecs theora und vorbis unterstützt. Für Mac OS X ist die Videountersützung bis jetzt noch nicht umgesetzt.

Auch wenn bis zur stabilen Version und damit einer stabilen Videounterstützung in Opera noch etwas Zeit vergehen wird, wird Opera damit neben Firefox (ogg), Safari, (h264, ogg zusätzlich installierbar) und Google Chrome (h264 und ogg) der vierte größere Browser sein, der das Video-Element unterstützt und es damit einer breiteren Nutzerbasis verfügbar macht.

Binärpakete der Pre-Alpha stehen für Windows, Mac OS X, sowie GNU/Linux und FreeBSD zum Download bereit, sind jedoch im Moment wirklich nur erfahreneren Nutzern zum Ausprobieren zu empfehlen, da sie unter Umständen garnicht erst starten. (So ging es mir mit den Linux-Builds, das Windows-Build lief dann aber in einer virtuellen Maschine)

erste Linux-Builds von Google Chrome verfügbar

Nachdem schon seit geraumer Zeit mehrere stabile Versionen von Googles Webbrowser Chrome für das Microsoft-Betriebssystem Windows verfügbar sind, beginnt Google nun damit, erste Entwicklerversionen für MAC OS X und GNU/Linux zu veröffentlichen.

Der Blogeintrag zur Ankündigung weist jedoch ausdrücklich darauf hin, dass die Versionen nur für Entwickler gedacht sind und noch viele Funktionen, wie beispielsweise die Einstellungen zur Privatsphäre, der Flash-Player, die Auswahl der Standardsuchmaschine oder das Ausdrucken von Webseiten fehlen.

Davon mal abgesehen macht der Browser aber schon jetzt einen sehr guten Eindruck, lädt Webseiten subjektiv schneller als andere Browser, sollte jedoch aufgrund der zahlreichen datenschutztechnisch bedenklichen Funktionen nicht ohne weiteres verwendet werden.

Zahlreiche Internetnutzer wollen den Internet Explorer 6 zu Grabe tragen

Vor allem vielen Webseitenbetreibern und Webdesignern ist der Internet Explorer 6 aus dem Hause Microsoft schon lange ein Dorn im Auge. Er hält sich nicht an Internetstandards, hat immer wieder Sicherheitsprobleme und ist chronisch veraltet.

Da aber immer noch zahlreiche Windowsnutzer auf die veraltete Version des Browsers setzen und dieser auch teilweise in Firmen im kompletten Netzwerk installiert ist, bildet sich momentan eine weltweite Kampagne, die die betroffenen Nutzer dazu aufruft, auf einen aktuellen Browser umzusteigen.

Den Beginn machte kürzlich das norwegische Auktionsplattform finn.no, die Benutzern des Internet Explorer 6 einen Warnhinweis mit der Aufforderung, auf Version 7 des Browsers zu wechseln, anzeigt. Daraufhin verbreitete sich die Idee zuerst in Norwegen und dann weltweit. Zahlreiche Seiten haben sich mittlerweile dieser Kampagne angeschlossen und weisen ihre Nutzer daraufhin, entweder auf eine neuere Version des Internet Explorer oder andere aktuelle Browser, wie Opera, Firefox, Safari oder Chrome, zu wechseln.

Mittlerweile wurde auch ein Wiki mit dem bezeichnenden Titel “IE 6 Do NOT want! eingerichtet, um die Kampagne zu koordinieren. Wer sich anschließen und die Besucher seiner Webseite ebenfalls darauf hinweisen möchte, kann HTML-Code von dort einbauen oder eine eigene Lösung schreiben. Zunehmend werden auch Plugins für alle gängigen CMSe geschrieben, die man nur installieren muss.

typische Warnung, die Benutzer des Internet Explorer 6 noch öfters zu Gesicht bekommen könnten

typische Warnung, die Benutzer des Internet Explorer 6 noch öfters zu Gesicht bekommen könnten

Auch wenn die Sache gerade jetzt große Wellen schlägt, ist die Idee nicht ganz neu. Andere Seiten wie iedeathmarch.org versuchen schon seit geraumer Zeit, dem Internet Explorer 6 ein Ende zu setzen, waren damit bis jetzt aber weniger erfolgreich, zumindest, was das Medienecho angeht.

Codeweavers bringt Chromium auf Mac OS und GNU/Linux

Innerhalb von nur 11 Tagen hat Codeweavers, die Firma hinter Crossover, Chromium, das freie Projekt hinter Chrome, mit Hilfe von Wine auf GNU/Linux und Mac OS X gebracht. So können sich nun auch Benutzer alternativer Betriebssysteme ein Bild vom Google-Browser machen. Um Chromium unter Wine zum Laufen zu bringen musste unter anderem die Bibliothek winhttp.dll komplett neu implementiert werden.

Zur täglichen Benutzung ist diese Entwicklung jedoch nicht gedacht, sondern eher als eine Art Proof-of-Concept für die Benutzbarkeit von Wine. Ohnehin sollte Google in absehbarer Zeit native Builds von Chrome für die genannten Betriebssysteme veröffentlichen. Fertige Pakete gibt es für Mac OS X, Debian-basierte Distributionen, rpm-basierte Distributionen und eine ausführbare Datei für alle anderen Distributionen. Wie bei Crossover üblich dürften die bei dem Projekt entstandenen Verbesserungen innerhalb kurzer Zeit ins Wine-Projekt einfließen.

Screenshot von Chromium unter Debian GNU/Linux

Screenshot von Chromium unter Debian GNU/Linux

Zum Testen habe ich alle Funktionen in der GUI abgeschaltet, die dafür bekannt sind, Daten an Google zu senden. Also beispielsweise den Phishing-Filter, die Vorschläge für Navigationsfehler und das automatische Senden von Nutzungsberichten. Der Updater ist in der freien Version gar nicht enthalten, somit entfällt die Identifikationsnummer. Trotzdem führte der Browser beim Starten eine rege Konversation sowohl mit google.de als auch mit google.com.

Der Browser läuft über Wine etwas langsamer als ein nativer Browser (etwa Konqueror oder Epiphany) und ist in der Darstellung der GUI etwas zäh, läuft aber ansonsten recht gut. Er bietet auf den ersten Blick eine aufgeräumte Oberfläche und eine etwas andere Bedienung als andere Browser. Von einem Javascript-Benchmark habe ich aufgrund der Benutzung von Wine abgesehen, das werde ich für die native Version nachreichen. Chromium bzw. Chrome bietet eigentlich alle wichtigen Standardfunktionen, die man im Web benötigt und zusätzlich noch das Gears- und ein ActiveX-Plugin. Es lässt sich damit zweifellos gut surfen, aber wer jetzt die große Revolution erwartet hat, wird bitter enttäuscht. Es mag sein, dass Chromium unter der Haube den heutigen Browsern ein paar Sachen voraus hat, in der User Experience schlägt sich das zumindest bei mir nicht nieder. Zusätzlich bleiben die Datenschutzbedenken, die dieser Test nicht ausräumen konnte.

(via slashdot und codeweavers.com)

Und der Firefox tut es auch [Update2]

Nach der Veröffentlichung des Google-Browsers Chrome war die Empörung bei Datenschützern groß, da dieser Browser nicht nur eine eindeutige Identifikationsnummer enthält, sondern auch jede aufgerufene URL an Google sendet. Eher beiläufig wurde dabei bekannt, dass der Firefox von Mozilla ebenfalls eine eindeutige Identifikationsnummer mitbringt. Später zog dann der Internet Explorer nach und enthält nun ein ähnliche Funktion, die alle Eingabe in die Adress- und Suchleiste an Microsoft schickt.

Nun wurde kürzlich bekannt, dass der Firefox ebenfalls alle aufgerufenen URLs an Google schickt, wenn der Wert “browser.safebrowsing.enabled” aktiviert ist. (entspricht der Option “Hinweis anzeigen, falls die besuchte Webseite als Betrugsversuch eingeschätzt wird” im Konfigurationsmenü) Dabei scheint es sich um den Phishingfilter zu handeln, bei dem man in älteren Versionen noch zwischen einer lokal verwalteten Liste und der Google-Variante wählen konnte. Die Option lässt sich auch im Firefox über das Menü oder “about:config” abschalten, ist jedoch selbst in der Debian-Version “Iceweasel” standardmäßig aktiviert.

Für mich persönlich ist damit das Vetrauen in den Browser und die Mozilla-Foundation nachhaltig gestört. Ich werde für meinen Teil den Firefox als Zweitbrowser von meinem System entfernen und nicht mehr weiterempfehlen. Fragt sich nur, welchen Browser man dann Windows-Benutzern guten Gewissens stattdessen empfehlen kann. Wenn jemand einen Fork von Firefox ohne die ganzen Google-Funktionen machen würde, würde ich das auf jeden Fall begrüßen.

UPDATE: Wie es aussieht ist der Artikel bei heise nicht ganz eindeutig. Wie es aussieht lädt sich der Browser jede halbe Stunde eine Liste verdächtiger Seiten herunter und nur, wenn man auf eine solche Seite kommt, wird das an Google zur Überprüfung gesendet. Ein Versuch mit Wireshark scheint das zu bestätigen, beim normalen Surfen wird Google nur kontaktiert, wenn man eine Suche absetzt oder um die Liste zu aktualisieren. Im Endeffekt bleibt es aber dabei, dass der Browser ohne Aufforderung des Benutzers Daten an Google schickt, die persönliche Informationen enthalten könnten. Daher bleibt meine Einschätzung und die grundsätzliche Kritik bestehen.

UPDATE2: Tatsächlich nimmt der Browser beim aufrufen einer solchen Seite (etwa der Testeite von Mozilla) Kontakt zu einem Server unter 74.125.43.102 auf, der Google zugeordnet ist. (widerum überprüft über Wireshark) Die aktuelle Version von Thunderbird bzw. die Debian-Version Icedove hat die Funktion auch, dort ist sie aber anscheinend standardmäßig deaktiviert.

(via heise)

Alpha 2 von Firefox 3.1 erschienen

Gestern wurde die Alpha 2 des Mozilla-Browsers Firefox 3.1 veröffentlicht. Das Release richtet sich ausdrücklich nur an Entwickler und nicht an Endanwender. Damit wird nun das video-Element aus HTML 5 unterstützt, man kann nun “Drag & Drop” zwischen den Browserfenstern machen, es werden weitere CSS2 und CSS3-Elemente unterstützt und die Farbverwaltung wurde verbessert. Da die Alpha bei mir leider nicht laufen wollte, habe ich für den Test ein Nightly-Build verwendet.

Als erstes habe ich die Javascript-Performance verglichen. Hierbei kam sowohl das Sunspider Javascript Benchmark als auch das V8 Benchmark von Google zum Einsatz. Verglichen habe ich jeweils den Firefox in Version 3, den Konqueror aus dem KDE3-Zweig und eben die Nightly. Die Ergebnisse sehen folgendermaßen aus:

Benchmark Firefox 3.0 Firefox 3.1 Nightly Konqueror 3.5.9 Firefox 3.1 Nightly mit Tracemonkey
Sunspider 2778.6ms 2676.6ms 57219.8ms 2421.2ms
Google V8 Score: 213 Score: 193 Score: 24 Score: 198

Das Testergebnis zeigt deutlich, dass die Javascript-Engine des Konqueror zumindest in dieser Version nicht mehr mit der des Firefox mithalten kann. Im Konqueror fror der Browser sogar zeitweise ein, während die Benchmarks abliefen. Wie sich das mit der KDE4-Version und der Integration von Webkit ändert, bleibt abzuwarten. Im Google-Benchmark schneidet die aktuelle Nightly sogar etwas schlechter ab als die stabile Firefox-Version, im Sunspider-Benchmark zeigt sich jedoch deutlich, dass Tracemonkey Vorteile sowohl gegenüber der stabilen Version, als auch gegenüber der Nightly ohne Tracemonkey bringt.

Auch beim abspielen von Videos im Browsers schneidet die Nightly gut ab. Theora-Videos lassen sich ohne weitere Plugins im Browser abspielen (Beispielvideo unter ) und lasten meinen Prozessor dabei nur zu 5% aus. Das entspricht in etwa dem, was eine lokale mplayer-Instanz auch braucht. Bei Flash-Videos hingegen schwankt die Prozessorauslastung regelmäßig zwischen 15 und 60%. (beispielsweise bei youtube-Videos)

Soweit erstmal meine ersten Eindrücke zu Firefox 3.1, der trotz Alpha-Status in meinem Test kein einziges mal abgestürzt ist.

Google Chrome enthält Identifikationsnummer [Update]

Da noch keine Beta für GNU/Linux zur Verfügung steht, bin ich noch nicht dazu gekommen, den Google Browser “Chrome” zu testen. Allerdings scheinen die Datenschutzbedenken hinsichtlich eines Browsers von Google nicht unbegründet gewesen zu sein. Wie jetzt bekannt wurde, erhält jeder Browser bereits bei der Installation eine eindeutige Identifikationsnummer, die bei jedem Update und anderer Kommunikation mit den Google-Servern mit übertragen wird.

Da der Browser an zahlreichen Stellen Daten an Google überträgt, etwa beim Phishing-Schutz (wo nur Hashes der URL übertragen werden) oder der Suche nach nicht vorhandenen URLs, erhält Google so widerrum eine große Anzahl an Daten über die Nutzer des Browsers. Die Google-Dienste sollen zwar nicht mehr speichern als bei der Benutzung mit einem anderen Browser, falls man einen Google-Account hat, könnte Google diese Daten jedoch über Cookies jederzeit zusammenführen. Es ist also auch beim Google-Browser wieder äußerste Vorsicht geboten, was die Wahrung der eigenen Privatsphäre angeht.

(via golem.de)

UPDATE: Bitte beachtet auch die Kommentare. Es ist unter anderem auch interessant, dass Mozilla mit dem Firefox eine ganz ähnliche Strategie verfolgt.

Der Google-Browser kommt

Mittlerweile ist es offiziell, Google arbeitet also an einem eigenen Browser namens “Google Chrome”. Der Browser soll auf dem Firefox von Mozilla basieren, jedoch als Rendering-Engine Webkit von Apple (das wiederrum KHTML aus dem KDE-Projekt entstammt) und eine eigene Javscript-Engine einsetzen, außerdem soll Google Gears vorinstalliert sein. Das Google jetzt einen eigenen Browser veröffentlicht, bedeutet aber nicht das Ende der Zusammenarbeit mit Mozilla, die wurde eben erst bis 2011 verlängert.

Bekannt wurde die Entwicklung, weil bei Google ein Werbecomic für den Browser geleakt ist. (oder wurde?) An interessanten Features soll der Browser unter anderem schneller sein als bisherige Browser. (Das hat aber bis jetzt eigentlich jede neue Version der anderen Browser versprochen) Dadurch, dass Tabs in Sandboxen ablaufen können sollen, so dass einzelne Tabs nicht den ganzen Browser zum Absturz bringen können. Außerdem soll dieses Feature das Webbrowsing sicherer machen. Eine Testversion des Browsers, der wohl freie Software sein wird, soll noch heute verfügbar sein. Bis jetzt zeigt die Seite allerdings nur einen Error 404.

Letztlich wird der Erfolg des Browsers jedoch nicht nur eine Frage der Features sein. Ebenso wichtig ist, ob Google mit dem Browser Nutzern, die keine Google-Dienste nutzen trotzdem einen Mehrwert anbieten kann. Außerdem stellt sich bei Google immer die Datenschutzfrage. Wird der Google Browser funktionieren wie jeder normale Browser oder wird er neue Funktionen beeinhalten, die Google Zugriff auf die Nutzer- und Benutzungsdaten gewähren?

(via heise)

Firefox endlich auf QT portiert

Zusammen mit Mitarbeitern von Nokia haben einige Mozilla-Entwickler eine Testversion von Firefox auf QT 4.4 portiert. Wer möchte, kann sich den aktuellen Quellcode besorgen und kompilieren oder eine fertig kompilierte Version für GNU/Linux testen. Es gab ja schon früher Bemühungen, den Firefox auf QT zu portieren, diese waren jedoch leider aufgrund von Lizenzproblemen und der fehlenden Finalisierung nicht von Erfolg gekrönt.

Den aktuellen Port habe ich schon mal ausprobiert. Man merkt leider deutlich, dass es sich noch um eine Testversion handelt. Das User Interface ist nur eingeschränkt vorhanden und die meisten bisherigen Erweiterungen und Themes sind inkompatibel zur Testversion. (siehe Screenshot) Immerhin lässt es sich benutzen und da Nokia dahintersteht kann man wohl hoffen, dass die QT-Portierung irgendwann stabil ist und Einzug in den Hauptentwicklungszweig findet.

Screenshot von Firefox-QT

Screenshot von Firefox-QT

(via linux-community.de)