11. Oktober 2008, 11:06
Heute findet in Berlin und zahlreichen weiteren europäischen Hauptstädten der Aktionstag “Freiheit statt Angst” statt, bei dem gegen den Überwachungswahn und die immer weitere Einschränkung von Grundrechten.
Für Deutschland findet die zentrale Demonstration in Berlin statt. Sie beginnt um 14:00 Uhr am Alexanderplatz und endet in einer Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor.
Auch in anderen Ländern sind parallel Aktionen geplant. Wo und welche das sind, kann man auf der Übersichtsseite nachlesen.
Ab ca. 13 Uhr sendet Radio1984 wieder live aus Berlin über verschiedene lokale Radiosender, einen Livestream, über das Telefonnetz und SIP. Auch dieses Jahr gibt es wieder Interviews, Berichte und jede Stunde eine englischsprachige Zusammenfassung von der Demo.
Mittlerweile zeichnet sich ab, dass die Berliner Demo ein voller Erfolg ist. Die Veranstalter sprechen mittlerweile von mindestens 100 000 Teilnehmern, die Aktionen in anderen Ländern scheinen wesentlich kleiner aber auch erfolgreich zu sein. Die beste Berichterstattung bieten zurzeit die Twitter-Feeds von AK Vorrat und netzpolitik.org. Ob die Schätzungen der Teilnehmerzahlen sich bestätigen oder nach unten korrigiert werden müssen, wird sich noch zeigen.
Der Aktionstag ist mittlerweile vorbei. Auf Seiten der Polizei, die bei den Teilnehmerzahlen üblicherweise etwas niedriger liegt, wurden vor Ort 50 000 Teilnehmer angegeben. Nimmt man die Schätzung der Veranstalter von 100 000 und geht von etwas in der Mitte aus, kämen wir immerhin auf 75 000, was immerhin ein beachtlicher Erfolg wäre.
Berichte zur Berliner Demo:
netzpolitik.org: “Größte Demonstration für Datenschutz in Deutschland”
burks.de: “OFFENBAR EINE DEMONSTRATION FÜR DATENSCHUTZ”
gulli.com: “Zehntausende protestieren in Berlin gegen Überwachungswahn und für Privatsphäre”
heise: “Zehntausende demonstrieren für “Freiheit statt Angst”"
golem.de: “Zehntausende demonstrieren gegen Überwachung”
Die Mainstream-Medien sollen leider eher sparsam berichtet haben, wobei die Zeitungsberichte in den Montagsausgaben noch abzuwarten sind.