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Steam kommt NICHT für GNU/Linux [UPDATE]

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Dass Valve an einem Steam-Client für Mac OS arbeitet und diesen zusammen mit verschiedenen Spielen für die Plattform veröffentlichen wird, ist bereits seit einiger Zeit bekannt, im Zuge dieser Entwicklung verdichteten sich auch die Gerüchte um eine Version für GNU/Linux. Auf der Plattform Phoronix wurden zunächst Hinweise für eine Betriebssystem-Auswahl im Mac-Client und später auch angebliche Bilder einer Linux-Version veröffentlicht.

Auch wenn in der offiziellen Ankündigung des Mac OS-Clients nicht davon die Rede ist, bestätigen mittlerweile mehrere News-Seiten, dass Valve an einem Client für das freie Betriebssystem arbeitet und diesen in den kommenden Monaten veröffentlichen will.

Da sich momentan noch keine öffentliche Stellungnahme von Valve dazu finden lässt, ist diese Ankündigung natürlich noch mit Vorsicht zu genießen.

Ein Steam-Client für GNU/Linux wäre in der Tat ein wichtiger Schritt für die Benutzer dieses Betriebssystems, für die in den letzten Jahren nur wenige Mainstream-Spiele veröffentlicht wurden. Eine damit verbundene Portierung der Source-Engine und Steam als neuem Vertriebskanal würde der Plattform sicherlich Auftrieb verleihen. Allerdings muss man auch Bedenken, dass damit ebenfalls der rigorose Kopierschutz, DRM und eine stärkere Kontrolle der Gamer Einzug halten würden.

Update: Valves Marketingdirektor Doug Lombardi hat die Entwicklung eines Steam-Clients für GNU/Linux nun in einem Interview offiziell dementiert. Steam für das freie Betriebssystem dürfte damit in weite Ferne gerückt sein.

Die Onlinefunktionalitäten der Wii

Spielekonsolen basieren grundsätzlich auf ähnlichen Komponenten wie andere verbreitet Computersystemen, sind jedoch anders als diese nicht universell angelegt, sondern sowohl hardware- als auch softwaretechnisch auf einen einzigen Verwendeungszweck – das Spielen – optimiert. Diese Grundlage hat über die Jahre auch dazu geführt, dass die Hersteller ganz deutlich Kontrolle über die Geräte ausüben und diese dem Nutzer genommen wird.

Die Spielkonsole die ich hier näher betrachten möchte ist die Wii von Nintendo. Es ist kein Geheimnis, dass diese Spielekonsole hardwaretechnisch hinter ihren Konkurrenten zurücksteht, dafür punktet sie aber mit einem niedrigeren Energieverbrauch und interessanten Spiel- und Bedienungskonzepten.

Während es zur Zeiten der Playstation 2 noch extrem schwierig war, die Konsole ans Netz zu bringen, (der Netzwerkadapter musste für teures Geld gekauft werden, kaum Spiele unterstützen Online-Multiplayerspiele und der Zugriff war nur mittels einer speziellen CD von Sony möglich) bietet die Wii durch integriertes Wlan und Netzwerkfunktionen einen deutlich leichteren Einstieg.

Nun könnte man die sich damit eröffnenden Möglichkeiten konsequent nutzen, um dem Spieler ein großartiges Erlebnis an seiner Konsole zu bieten, leider ist das aus meiner Sicht bei Nintendo bis jetzt nicht der Fall.

Hier muss zum Hintergrund noch erwähnt werden, dass es bei Konsolen seit Aufkommen des Internets neben dem Hersteller selbst zwei Interessensgruppen gibt: Die Homebrew-Community und Schwarzkopierer. Während erstere primär aus Enthusiasten besteht, die die Möglichkeiten ihres Geräts in vollem Umfang nutzen und eigene Programme ausführen möchten, hat die zweite Gruppe primär das Interesse, die Schutzvorrichtungen des Herstellers zu umgehen, um unlizensierte Kopien spielen zu können. Beiden Gruppen stehen dabei die einschränkenden Maßnahmen des Herstellers im Weg und oft genug finden zunächst findige Homebrw-Hacker einen Weg, diese zu umgehen und öffnen damit auch die Möglichkeit, Schwarzkopien auszuführen. Sony hat durch die Möglichkeit der Linuxinstallation auf der PS3 gezeigt, dass sich dieser Vorgang durch die kontrollierte Ermöglichung eigener Software zumindest länger hinauszögern lässt.

Aber zurück zum eigentlichen Thema. Von einer modernen, per Netzwerk angebunden, Konsole erwarte ich eigentlich die Möglichkeit, mich direkt auf der Konsole über neue Spiele zu informieren, mir Trailer anzuschauen und Demos herunterzuladen. Der letzte Punkt wäre auf der Wii aufgrund des begrenzten Speicherplatzes zugegebenermaßen schwieriger, aber nicht unmöglich. Die Einbindung von Dritthersteller bzw. Homebrew-Programmen wäre dann noch der letzte Punkt, den ich mir wünschen würde, aber nicht wirklich von einem etablierten Hersteller erwarte.

Wenn man sich die Situation auf der Wii heute anschaut, hat man von Haus aus nur eine begrenzte Anzahl netzwerkfähiger “Kanäle” zur Verfügung. Der “Mii-Kanal” ermöglicht kleinere Spielereien mit den hauseigenen Avataren, der “Nacherichtenkanal” zeigt weltweit Agenturmeldungen an und im optional erhältlichen “Nintendo-Kanal” finden sich eine begrenzte Anzahl leider nicht sonderlich aktueller Videos zu verschiedenen Themen. Für diese Kanäle muss jedoch jeweils der “Wiiconnect24″-Modus aktiviert werden, der eine Netzwerkverbindung im Standby zwecks Download von Aktualisierungen ermöglicht und Nintendop weitere Zugriffsmöglichkeiten auf die Konsole gibt.

Ohne diesen Modus verfügbar sind dann noch der “Internet-Kanal” (ein rudimentärer Web-Browser auf Opera-Basis mit Flash lite-Integration) und der “Shop-Kanal”. Hierbei handelt es sich um das hauseigene System zum kaufen und herunterladen zusätzlicher Software. Bezahlt wird in eigener eigenen Währung namens “Wii-Points”, wobei diese im Handel als Punktekarten im Gegenwert von einem Cent je Punkt verfügbar sind.

Auswählen kann man aus drei Kategorien, die “Virtual Konsole” bietet emulierte Klassiker verschiedener Systeme, “Wiiware” native (Mini)spiele für die Wii und mit “Kanäle” kann man sich weitere Programme wie den Webbrowser herunterladen.

Nun ist die Emulation anderer Systeme grundsätzlich ein alter Hut, dennoch wäre ich grundsätzlich bereit, für bestimmte Klassiker einen geringen Preis zu bezahlen. Nintendo verleidet einem allerdings diesen Spaß einerseits durch den Preis, selbst jahrzehntealte Spiele kosten noch umgerechnet 5 Euro und die wirklich interesannten sind erst ab 10 Euro aufwärts zu haben, und andererseits durch ein eingebautes DRM-System. Die gekauften Spiele sind praktisch nur geliehen und können nur auf der Konsole – und zwar nur der einen Konsole – gespielt werden. Geht die Konsole kaputt und muss ausgetauscht werden, muss man sich auf den Nintendo-Support verlassen, um die legal erworbenen Spiele auf der neuen Konsole spielen zu können.

Ähnliches gilt auch für die nativen Spiele. Es handelt sich um scheinbar handverlesene Spiele verschiedener Publisher, die für meinen Geschmack eb ebenfalls zu einem sehr hohen Preis angeboten werden. Demos für Vollpreisspiele, Freeware und Homebrew sucht man vergeblich.

Insgesamt bin ich also ziemlich enttäuscht, wie wenig Nintendo Gebrauch von den sich durch aktuelle Breitbandanschlüsse bietende Möglichkeiten macht und dadurch zwar eine gute Konsole mit spaßigen Spielen geschaffen hat, die User experience in diesem Punkt aber extrem dürftig ausfällt. Sony und Microsoft scheinen es hier eher zu verstehen, ihren Spielern eine attrktive Plattform zu bieten, auch wenn dort das Optimum sicherlich auch noch nicht erreicht ist.

Piraten-Gamingportal Pirate Gaming startet

Pünktlich zum Start der gamescom in Köln ist heute das Piraten-Gamingportal Pirate Gaming gestartet. Ziel des Portals ist es, Informationen und Berichte rund ums Gaming, aus der Spielebranche, Politik und von Großveranstaltungen wie der gamescom anzubieten.

Das Portal ist ein Projekt einer Arbeitsgruppe der jungen Piraten (Hinweis: Ich bin momentan stellvertretender Vorsitzender dieser Organisation) und will sich auch in die politische Debatte rund um gewalthaltige Spiele einbringen und Informationen für Jugendliche und Eltern anzubieten.

Natürlich soll auch das Gaming an sich nicht zu kurz kommen. Bis jetzt gibt es ein Forum zum Austausch untereinander und 4 Server, allerdings nur für das nicht jugendfreie Spiel Left4Dead.

Bereits jetzt sind erste Berichte von der GDC Europe online. Weitere über die gamescom werden wahrscheinlich in Kürze folgen.

Gerade im Fernsehen

Naja, eigentlich schon um 19:00 Uhr, aber ich habe den Podcast eben erst angeschaut. Zitat aus “heute” aus dem ZDF:

…ein Verbot von Killerspielen für Computer, die das Ziel haben, möglichst viele Menschen zu umzubringen.

Wundert sich bei einer solchen Berichterstattung noch irgendjemand über die Reaktionen?

Links des Tages #31

Unknown Horizons in neuer Alpha-Version veröffentlicht

Das Projekt OpenAnno wurde schon vor mehreren Jahren mit dem Ziel gestartet, ein freies Spiel im Stil des Aufbauklassikers Anno 1602 zu schaffen. Mittlerweile hat das Spiel eine wechselvolle Geschichte hinter sich und hat auch unter anderem die Engine und den Namen gewechselt.

Gestern wurde nun eine aktuelle Betaversion des mittlerweile aus Gründen der Vermeidung Verwechslungen in “Unknown Horizons” umbenannten Aufbauspiels veröffentlicht, die ich mir genauer angeschaut habe.

Auf der Webseite findet man aktuell Installationspakete für Windows und GNU/Linux in den gängigsten Architekturen zum Download. Für Debian und Ubuntu-Nutzer steht dort außerdem ein Repository zur bequemen Installation über den Paketmanager zur Verfügung.

Beispiel für eine kleine Siedlung, wie sie mit der momentanen Version von Unknown Horizons möglich ist.

Beispiel für eine kleine Siedlung, wie sie mit der momentanen Version von Unknown Horizons möglich ist.

Beim ersten Spielen zeigt sich gleich, dass die 2D-Grafik sehr liebevoll gestaltet ist und sich hinter vergleichbaren freien Spielen nicht verstecken muss. Man beginnt mit zwei Schiffen, von denen eines mit einer Grundausstattung an Rohstoffen beladen ist. Genretypisch muss der Spieler nun erstmal eine Insel aussuchen und dort eine Siedlung gründen. Die einzelnen Gebäude werden wie auch im Vorbild durch Straßen verbunden, was ein geschäftiges Gewusel ergibt. An Gebäuden stehen in dieser Entwicklungsstufe hauptsächlich Zelte zu Verfügung. Neben normalen Wohnzelten für die Einwohner gibt es einen Dorfplatz, Lager-, Jäger-, Schäfer-, Weber- und Holzfällerzelte. Weitere Gebäude und Berufe sind wohl geplant, jedoch noch nicht ins Spiel integriert. Immerhin kann man so eine nette kleine Siedlung aufbauen und sich schon mal einen Eindruck davon verschaffen, wie das Spiel aussehen könnte, wenn es das Zeltstadium hinter sich gelassen hat und man eine größere Stadt aufbauen kann.

Auch wenn das Spiel in meinem Test sehr stabil lief, ist selbstverständlich noch mit größeren oder kleineren Bugs zu rechnen. Wegen des frühen Stadiums der Entwicklung und fehlenden Funktionen wie das Speichern, Laden und den Multiplayer-Modus scheint das Spiel momentan noch eher für Enthusiasten und Entwickler geeignet zu sein, als für Endbenutzer, hat jedoch aus meiner Sicht eindeutig großes Potential.

Links des Tages #27

Links des Tages #9

OpenArena 0.8.1 veröffentlicht [UPDATE]

Gestern wurde die Version 0.8.1 des freien Quake3-Clons OpenArena veröffentlicht. Neu in dem Release ist unter anderem eine neu gestaltete Singleplayer-Kampagne, neue Sounds und 3 neue Maps. Entfernt wurden die umstrittenen Texturen und eine Map, die darauf basierte.

Das Release steht auf der Webseite zum Download bereit. Ein Download des neuen Releases über Bittorrent ist im Moment noch nicht möglich.

Update: Inoffizielle Torrents gibt es schon und zwar auf ThePirateBay und Mininova.

PlayOnLinux: Nützliches Helferlein im Zockeralltag

GNU/Linux-Zocker kennen das Problem. Mit Wine lassen sich viele Windows-Spiele auch auf dem eigenen Betriebssystem zum Laufen bringen, es erfordert jedoch häufig einiges an Gebastel, bis das letztendlich funktioniert.

Seit einiger Zeit gibt es verschiedene freie und kommerzielle Lösungen für dieses Problem, etwa die Wine-Installer von liflg.org oder die kommerziellen Produkte Cedega und Crossover Games.

Diese Produkte basieren alle auf Wine, liefern jedoch vorgefertigte Profile für die einzelnen Spiele mit, mit denen die Spiele auf Anhieb funktionieren sollen. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt jetzt das sich in einer frühen Entwicklungsphase befindliche Projekt Playonlinux. Es unterstützt bereits jetzt zahlreiche Spiele, darunter populäre wie Guild Wars, verschiedene Steam-basierte, Warcraft 3 und World of Warcraft. Die Installationsskripte lassen sich dabei jeweils über ein Online-Repository aktualisieren, worüber auch Unterstützung für neue Spiele dazukommen können.

Ich habe das Programm bereits mit Diablo 2 ausprobiert und das hat einwandfrei funktioniert. (Mit dem reinen Wine ging es nicht) Natürlich unterstützt das Programm nicht nur Spiele, sondern auch Anwendungsprogramme wie Googles Chrome und den Internet Explorer.