9. März 2009, 21:01
Das Projekt OpenAnno wurde schon vor mehreren Jahren mit dem Ziel gestartet, ein freies Spiel im Stil des Aufbauklassikers Anno 1602 zu schaffen. Mittlerweile hat das Spiel eine wechselvolle Geschichte hinter sich und hat auch unter anderem die Engine und den Namen gewechselt.
Gestern wurde nun eine aktuelle Betaversion des mittlerweile aus Gründen der Vermeidung Verwechslungen in “Unknown Horizons” umbenannten Aufbauspiels veröffentlicht, die ich mir genauer angeschaut habe.
Auf der Webseite findet man aktuell Installationspakete für Windows und GNU/Linux in den gängigsten Architekturen zum Download. Für Debian und Ubuntu-Nutzer steht dort außerdem ein Repository zur bequemen Installation über den Paketmanager zur Verfügung.

Beispiel für eine kleine Siedlung, wie sie mit der momentanen Version von Unknown Horizons möglich ist.
Beim ersten Spielen zeigt sich gleich, dass die 2D-Grafik sehr liebevoll gestaltet ist und sich hinter vergleichbaren freien Spielen nicht verstecken muss. Man beginnt mit zwei Schiffen, von denen eines mit einer Grundausstattung an Rohstoffen beladen ist. Genretypisch muss der Spieler nun erstmal eine Insel aussuchen und dort eine Siedlung gründen. Die einzelnen Gebäude werden wie auch im Vorbild durch Straßen verbunden, was ein geschäftiges Gewusel ergibt. An Gebäuden stehen in dieser Entwicklungsstufe hauptsächlich Zelte zu Verfügung. Neben normalen Wohnzelten für die Einwohner gibt es einen Dorfplatz, Lager-, Jäger-, Schäfer-, Weber- und Holzfällerzelte. Weitere Gebäude und Berufe sind wohl geplant, jedoch noch nicht ins Spiel integriert. Immerhin kann man so eine nette kleine Siedlung aufbauen und sich schon mal einen Eindruck davon verschaffen, wie das Spiel aussehen könnte, wenn es das Zeltstadium hinter sich gelassen hat und man eine größere Stadt aufbauen kann.
Auch wenn das Spiel in meinem Test sehr stabil lief, ist selbstverständlich noch mit größeren oder kleineren Bugs zu rechnen. Wegen des frühen Stadiums der Entwicklung und fehlenden Funktionen wie das Speichern, Laden und den Multiplayer-Modus scheint das Spiel momentan noch eher für Enthusiasten und Entwickler geeignet zu sein, als für Endbenutzer, hat jedoch aus meiner Sicht eindeutig großes Potential.