17. März 2009, 20:56
Heute wurde eine neue stabile Version von JonDo, der Clientsoftware für das Anonymisierungsnetzwerk JonDonym veröffentlicht.
Die neue Version enthält zahlreiche Verbesserungen, von denen einige die Sicherheit bei der Benutzung des Dienstes verbessern sollen. Zu den wichtigsten Veränderungen gehören die Möglichkeit für Betreiber, sich von zusätzlichen unabhängigen Zertifizierungsstellen zertifizieren zu lassen (die German Privacy Foundation ist die erste und wurde ebenfalls mit diesem Update hinzugefügt) und zahlreiche neue Hilfeseiten, die den Umgang mit der Software erleichtern sollen. Außerdem wird in der neuen Version bei Servern ein Warnhinweis angezeigt, wenn diese Verbindungsdaten freiwillig auf Vorrat speichern.
Weitere Änderungen an der Software finden sich auch in der Ankündigung auf der Webseite und dem vollständigen Changelog. Die neue Version mit der Versionsnummer 00.11.001 kann wie üblich von der Webseite heruntergeladen werden und wird außerdem über das integrierte Updatesystem der Software verteilt.
31. Dezember 2008, 16:55
Im Gegensatz zur GPF ist die Bundesnetzagentur der Auffassung, das Anonymisierungsdienste sehr wohl von der Pflicht zur Vorratsdatenspeicherung erfasst werden. Die TU Dresden, die Uni Regensburg und das ULD werden dementsprechend bei ihren JAP-Mixen die Vorratsdatenspeicherung folgendermaßen umsetzen:
1.Der erste Mix speichert die IP-Adresse, das Datum und die Uhrzeit der eingehenden Verbindung sowie für jede Verbindung die ausgehende Kanalnummer, auf der die Daten an den zweiten Mix weitergegeben werden.
2.Mittlere Mixe speichern eingehende und ausgehende Kanalnummern der Verbindungen sowie das Datum und die Uhrzeit des jeweiligen Kanalaufbaus.
3.Letzte Mixe speichern die eingehende Kanalnummer einer Verbindung, das Datum und die Uhrzeit des Kanalauf- und Abbaus, die Quellportnummer des ausgehenden Requests sowie dessen Datum und Uhrzeit.
Damit fallen zukünftig auch zumindest Benutzer dieser Kaskaden unter die Vorratsdatenspeicherung und ihre Anonymität kann aufgedeckt werden, so denn die Betreiber aller 3 Mixe ihre Informationen preisgeben. Betroffen von der Vorratsdatenspeicherung sind zukünftig folgende Mixe, die Teil kostenloser Kaskaden sind:
beide Mixe der Kaskade Dresden-Dresden,
letzter Mix der Kaskade Forseti II.-JAP,
letzter Mix der Kaskade SpeedPartner-ULD,
beide Mixe der Kaskade CookieCooker
Die kostenpflichtigen Kaskaden, die von Partnern der JonDos GmbH betrieben werden, werden nach aktuellem Stand keine Vorratsdatenspeicherung durchführen.